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David Rittershaus

David Rittershaus

Curriculum Vitae

David Rittershaus (M.A.) arbeitet an der Schnittstelle von darstellender Kunst und digitaler Technologie. Als Tanz- und Theaterwissenschaftler verbindet er die wissenschaftliche Arbeit mit der Entwicklung digitaler Forschungsinfrastruktur und dem Projektmanagement in Kultur und Wissenschaft.

Seit 2017 ist er als Tanz- und Theaterwissenschaftler für Motion Bank tätig – ein ursprünglich vom Choreografen William Forsythe initiiertes Projekt, das seit 2016 als interdisziplinäre Forschungsgruppe an der Hochschule Mainz fortgeführt wird. Seit 2022 verantwortet er dort zudem das Projektmanagement und die Koordination der digitalen Infrastrukturentwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei das Forschungsdatenmanagement und die Konzeption eines webbasierten Annotationssystems.

In Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert er über die digitale Dokumentation und Erforschung des zeitgenössischen Tanzes. Dabei greift er auf digitale Methoden zurück und befragt zugleich kritisch deren erkenntnistheoretische Voraussetzungen. Zuvor studierte er ebenda Angewandte Theaterwissenschaft (B.A. und M.A.).

Von 2020 bis 2021 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent für Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, der er seither als Lehrbeauftragter verbunden ist. Darüber hinaus ist er als Mentor und Dozent im Masterstudiengang Contemporary Dance Education (MA CoDE) an der HfMDK Frankfurt tätig und wirkte an Workshop-Formaten des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) in Berlin mit.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit ist er seit 2018 als freier Kulturjournalist und -kritiker tätig, vorwiegend für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2022 verantwortete er als Redakteur und Produzent die digitale Plattform und das Livestream-Programm des Tanzkongresses am Staatstheater Mainz.

Seine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Sie reichen von Fragen des Tanzes als immateriellem Kulturerbe, der Weitergabe impliziten Wissens und choreografischer Methoden bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Körper, Sprache, Wissen und Künstlicher Intelligenz.