Decoding Antisemitism in YouTube Videos (DAYVid)
Laufzeit: 01.03.2026 - 28.02.2029
Partner: Tikvah Institut gUG (Berlin); Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft e. V. (Berlin)
Förderkennzeichen: 01UG2615A
Förderung durch: Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Projektmittel (€): 427.558,30
Kurzfassung
YouTube ist ein zentrales Medium für Jugendliche und junge Erwachsene zur Informationsgewinnung über das (politische) Weltgeschehen. Während zu anderen sozialen Medien bereits Forschung vorliegt, fehlen für YouTube jedoch gesicherte Erkenntnisse über plattformspezifische Strategien und
Kommunikationsformen antisemitischer Akteure sowie über die dort generierten oder reproduzierten Narrative.
Das Verbundvorhaben DAYVid schließt diese Leerstelle durch methodische und inhaltliche...YouTube ist ein zentrales Medium für Jugendliche und junge Erwachsene zur Informationsgewinnung über das (politische) Weltgeschehen. Während zu anderen sozialen Medien bereits Forschung vorliegt, fehlen für YouTube jedoch gesicherte Erkenntnisse über plattformspezifische Strategien und
Kommunikationsformen antisemitischer Akteure sowie über die dort generierten oder reproduzierten Narrative.
Das Verbundvorhaben DAYVid schließt diese Leerstelle durch methodische und inhaltliche Grundlagenforschung, ergänzt durch zwei Transferformate und breitenwirksame Wissenschaftskommunikation. Auf methodologischer Ebene entsteht ein innovativer, im interdisziplinären Austausch entwickelter und multimethodisch abgesicherter Zugang zur Plattform YouTube. Inhaltlich untersucht das Projekt drei Phänomenbereiche von besonderer gesellschaftspolitischer Relevanz: (1) (extrem) rechte und (2) linke Formate sowie (3) populäre Infotainment-Inhalte zu Antisemitismus und Nahostkonflikt. Dabei werden systematisch englisch- und deutschsprachige Inhalte verglichen.
Auf Basis der Forschungsergebnisse und einer Bedarfsanalyse entstehen zwei Transferformate, die sowohl die Content Creators als auch die Nutzer:innen über Bildungsmultiplikator:innen adressieren. Diese werden mit Praxispartnern in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg exemplarisch erprobt.
Am Ende des Projekts stehen ein innovativer methodischer Zugang zum Medium YouTube sowie gesicherte Erkenntnisse zu (israelbezogenen) antisemitischen Narrativen und ihren plattformspezifischen Mechanismen und Dynamiken. Die erprobten Transferformate können deutschlandweit Anwendung finden.
Die Ergebnisse werden zudem als Handreichung, YouTube-Vorträge und/oder Policy Papers einer breiten Öffentlichkeit sowie politischen Entscheidungsträger:innen zur Verfügung gestellt. Langfristig ermöglicht das Projekt die Erforschung weiterer Phänomene wie islamistische Ansprache und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auf YouTube.
An der Universität Trier wird das folgende Teilvorhaben (Fallstudie) durchgeführt: Decoding Israel Debates and Progressive-Left Antisemitism on YouTube (DISPLAYt).» weiterlesen» einklappen
Projektteam
- Thomas Grotum
- Mitarbeiter/in
(Universität Trier)
- Luca Zarbock
- Mitarbeiter/in
(Politikwissenschaft)