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Die Briefkommunikation der Kaiserin Augusta. Rollenerwartung, Selbstverständnis, Handlungsspielräume

Laufzeit: 01.09.2017 - 31.08.2020

Förderkennzeichen: JA 547

Förderung durch: DFG

Projektmittel (€): 180.950

Kurzfassung


Briefe sind eine bedeutende Quelle für die Erforschung der politischen Kommunikation des 19. Jahrhunderts. Bisher standen jedoch hauptsächlich die Korrespondenzen „großer Männer“ im Fokus. Anhand der Briefkommunikation der deutschen Kaiserin Augusta (1811–1890) will das Forschungsvorhaben die weibliche Sichtweise auf den Politikbetrieb und mögliche Handlungsspielräume im Spannungsfeld von Diplomatie, Repräsentation und Tagespolitik untersuchen. Als „First Lady“ stand Augusta im Zentrum der...Briefe sind eine bedeutende Quelle für die Erforschung der politischen Kommunikation des 19. Jahrhunderts. Bisher standen jedoch hauptsächlich die Korrespondenzen „großer Männer“ im Fokus. Anhand der Briefkommunikation der deutschen Kaiserin Augusta (1811–1890) will das Forschungsvorhaben die weibliche Sichtweise auf den Politikbetrieb und mögliche Handlungsspielräume im Spannungsfeld von Diplomatie, Repräsentation und Tagespolitik untersuchen. Als „First Lady“ stand Augusta im Zentrum der politischen Macht. Durch ihre oftmals oppositionelle Haltung zur Regierungspolitik ermöglicht ihre Korrespondenz einen facettenreichen und innovativen Einblick in die politische Kommunikation des 19. Jahrhunderts. Augusta kommunizierte in den ca. 3.000 erhaltenen Briefen mit den politischen und geistigen Größen ihrer Zeit. Mithilfe von quantitativen (historische Netzwerkforschung) sowie qualitativen Methoden (semantische, hermeneutische, biographische und prosopographische Untersuchungen) können detaillierte Aussagen über den Absender- und Empfängerkreis sowie die in den Briefen behandelten Themen getätigt werden. Die Analyse, mit wem über welchen Zeitraum über spezifische Themen kommuniziert wurde, lässt unter anderem Rückschlüsse auf politische Mechanismen und Strategien, Informationskanäle, Meinungsbildungsprozesse sowie individuelle Funktionen innerhalb des Netzwerks zu. Durch die einzigartige, langjährige, weibliche, sowohl regierungsnahe als auch oppositionelle Perspektive Augustas generiert das Forschungsvorhaben zudem neue Impulse für die Erforschung politischer sowie sozialer Entwicklungen und Umbrüche des 19. Jahrhunderts, z.B. die Revolution von 1848/49, die Deutschen Einigungskriege, den Kulturkampf oder das Antisozialistengesetz. Des Weiteren rückt die Person Augustas in den Mittelpunkt. Bisher nicht erforschte Fragestellungen nach der Funktion, dem Selbstverständnis und den politischen Handlungsspielräumen einer Kronprinzessin, Königin und Kaiserin werden erörtert. » weiterlesen» einklappen

  • Augusta von Preußen
  • Monarchie
  • Deutscher Bund
  • Deutsches Reich
  • Gender

Projektteam


Christian JANSEN

Beteiligte Einrichtungen