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Krebsrisiko nach Exposition durch computertomographische Untersuchungen im Kindesalter (Teilprojekt Kompetenzerhalt Strahlenschutzforschung)

Laufzeit: 01.01.2008 - 31.12.2010

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Kurzfassung


Hintergrund und Vorarbeiten
Die Häufigkeit computertomographischer (CT-) Untersuchungen hat in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen, weil sich diese Untersuchungsmethode bei einer Vielzahl von Indikationen als sehr aussagekräftig erwiesen hat. Allerdings werden Patienten im Vergleich zu konventionellen Röntgenuntersuchungen dabei wesentlich höheren Strahlendosen ausgesetzt. CT-Untersuchungen im Kindesalter könnten wegen der besonderen Strahlenempfindlichkeit von Kindern und der langen...
Hintergrund und Vorarbeiten
Die Häufigkeit computertomographischer (CT-) Untersuchungen hat in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen, weil sich diese Untersuchungsmethode bei einer Vielzahl von Indikationen als sehr aussagekräftig erwiesen hat. Allerdings werden Patienten im Vergleich zu konventionellen Röntgenuntersuchungen dabei wesentlich höheren Strahlendosen ausgesetzt. CT-Untersuchungen im Kindesalter könnten wegen der besonderen Strahlenempfindlichkeit von Kindern und der langen Latenzzeit von Krebserkrankungen eine besondere Rolle spielen. Empirische Daten darüber fehlen jedoch weitestgehend.


Das IMBEI arbeitet daneben an einer Kohortenstudie von röntgenexponierten Kindern. Für die Kohortenstudie zum Krebsrisiko nach CT-Untersuchungen wurden mit der Bildung eines Netzwerkes kooperierender Kliniken begonnen. Außerdem nimmt das IMBEI an den Vorbereitungen für eine internationale Studie zu dieser Fragestellung teil, die von der International Agency for Research on Cancer (IARC/WHO) in Lyon koordiniert wird. Die EU hat die hier zu bearbeitende Fragestellung in das 7. Rahmenprogramm aufgenommen.



Forschungsziel


Um die Durchführung der Hauptstudie detailliert vorzubereiten, soll zunächst eine Pilotstudie vorangestellt werden. Die Ziele dieser Pilotstudie sind a) Prüfung der Machbarkeit der Kohortenrekrutierung bei teilnehmenden Kliniken, b) Erarbeitung und Diskussion eines Protokolls zur Expositionserhebung, c) Erprobung einer Software zur detaillierten Dosisrekonstruktion aus den (elektronischen) Aufzeichnungen der CT-Geräte, d) Vorbereitung des Inzidenz Follow-Up mit dem Kinderkrebsregister (DKKR).


Das Ziel der Hauptstudie ist die Quantifizierung des Krebsrisikos im Kindesalter (von 0 bis 14 Jahren) nach CT-Exposition. Neben der Inzidenz von Krebs insgesamt wird die Inzidenz für folgende Einzeldiagnosen untersucht: Leukämie, Lymphome, Hirntumore, Schilddrüsenkrebs und ggf. Knochentumoren. Ein ferneres Ziel dieser Studie ist es, eine Basis für die Quantifizierung des Krebsrisikos derselben Patienten im Erwachsenenalter zu stellen. Die Kohorte kann zukünftig auch als Studienbasis für weitere z.B. genetische Untersuchungen dienen.


Forschungsplan


Für die Pilotstudie (12 Monate) sind die folgenden Arbeitsschritte vorgesehen: a) probeweise Kohortenrekrutierung in 5 Kliniken, darunter die Mainzer Universitätsklinik b) Entwicklung des Protokolls zur Expositionserhebung und Test der Expositionserhebung an den teilnehmenden Kliniken, c) Entwicklung und Testen der Software zur Dosisrekonstruktion an der Teilkohorte und d) probeweiser Abgleich einer Teilkohorte von ca. 200 Personen mit dem DKKR.

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Beteiligte Einrichtungen