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Eine neue Perspektive auf die deutsche Nationalstaatsgründung: Das preußische Königspaar Wilhelm I. und Augusta zwischen Neuer Ära und Reichs-gründung (1857–1871). Eine digitale Edition

Laufzeit: 15.10.2023 - 30.04.2027

Förderkennzeichen: JA 547/15-1

Förderung durch: DFG

Projektmittel (€): 620.000

Website

Kurzfassung


Kaiserin Augusta und Kaiser Wilhelm I. werden historiographisch marginalisiert. Bis heute folgen Analysen und Darstellungen der deutschen Geschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einem explizit wie implizit bismarckzentrierten Narrativ. Dieses Forschungsvorhaben möchte diese Perspektive durch eine vollständige, kommentierte, digitale Edition des Briefwechsels des Monarchenpaares zwischen 1857 und 1871 grundlegend revidieren. Mit dem Ende der Regierung König Friedrich Wilhelms IV....Kaiserin Augusta und Kaiser Wilhelm I. werden historiographisch marginalisiert. Bis heute folgen Analysen und Darstellungen der deutschen Geschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einem explizit wie implizit bismarckzentrierten Narrativ. Dieses Forschungsvorhaben möchte diese Perspektive durch eine vollständige, kommentierte, digitale Edition des Briefwechsels des Monarchenpaares zwischen 1857 und 1871 grundlegend revidieren. Mit dem Ende der Regierung König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen 1857 rückte dessen jüngerer Bruder Wilhelm in das Zentrum des Regierungskomplexes der Hohenzollernmonarchie – und mit ihm Augusta, die sich als dezidiert politische Akteurin außerhalb der misogyn-restriktiv definierten weiblichen Interessens- und Handlungsgrenzen des 19. Jahrhunderts bewegte. Die im dynastischen Vergleich einzigartige und seitens der Forschung bislang weitestgehend unbeachtete Korrespondenz erlaubt eine detaillierte Rekonstruktion der Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten sowie der Entscheidungsfindungsprozesse Augustas und Wilhelms in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche sowie eine Revision tradierter Narrative der Reichsgründung und ihrer Vorgeschichte. Bei der Bearbeitung und Kommentierung werden die facettenreichen – politik-, kultur-, ideen- und geschlechterhistorischen – Fragestellungen der modernen Monarchieforschung mit einbezogen. Zudem wird die händische Transkription der etwa 2.500 Briefe durch den technisch innovativen Einsatz einer KI-gestützten Plattform zur Handschriftenerkennung unterstützt. Der umfangreiche archivalische Originalbriefwechsel 1857–1871 soll Forschung und Öffentlichkeit erstmals vollständig digitalisiert und wissenschaftlich ediert zur Verfügung gestellt werden.» weiterlesen» einklappen

  • Wilhelm I.
  • Augusta
  • Preußen
  • Nationalstaatsgründung
  • Edition
  • Briefwechsel
  • 19. Jahrhundert

Projektteam


Christian Jansen

Beteiligte Einrichtungen