Kurzfassung
Das Forschungsprojekt UN/SEEN verfolgte das Ziel, die Leistungen von Gestalterinnen im Grafik-Design zwischen 1865 und 1919 systematisch zu erforschen, wissenschaftlich zu dokumentieren und einer nationalen wie internationalen Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen. Ausgangspunkt war die Feststellung, dass Frauen trotz ihrer bedeutenden Beiträge zur Entwicklung des Grafik-Designs in der Designgeschichtsschreibung, in musealen Sammlungen und öffentlich zugänglichen Wissensbeständen...Das Forschungsprojekt UN/SEEN verfolgte das Ziel, die Leistungen von Gestalterinnen im Grafik-Design zwischen 1865 und 1919 systematisch zu erforschen, wissenschaftlich zu dokumentieren und einer nationalen wie internationalen Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen. Ausgangspunkt war die Feststellung, dass Frauen trotz ihrer bedeutenden Beiträge zur Entwicklung des Grafik-Designs in der Designgeschichtsschreibung, in musealen Sammlungen und öffentlich zugänglichen Wissensbeständen deutlich unterrepräsentiert sind.
Im Mittelpunkt standen die Identifikation bislang wenig erforschter Gestalterinnen, die Rekonstruktion ihrer Biografien und Werkzusammenhänge sowie die Einordnung ihrer Tätigkeit in gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturhistorische Zusammenhänge. Die Forschung zeigte, dass Frauen bereits seit dem späten 19. Jahrhundert eigenständige Beiträge u. a. in Plakat- und Buchgestaltung, Werbegrafik, Illustration und Typografie leisteten, ihnen aber insbesondere in Typografie und Type Design der Zugang zu Ausbildung, professioneller Anerkennung und öffentlichen Positionen vielfach verwehrt blieb.
UN/SEEN verband deshalb historische Grundlagenforschung mit aktuellen Positionen und transferorientierten Formaten. Ziel war es, bislang unsichtbare Leistungen sichtbar zu machen, (jungen) Gestalterinnen neue Role-Models anzubieten und zu einer langfristig gendersensibleren Wahrnehmung des Berufsfeldes Grafik-Design beizutragen.» weiterlesen» einklappen