„bauhaus medial – zur medialen Rezeptionsgeschichte des Bauhauses“
Laufzeit: 11.11.1989 - 12.11.1994
Förderung durch: Ministerium für innerdeutsche Beziehungen
Kurzfassung
Das Forschungsprojekt „bauhaus medial“ entstand 1989 an der Universität Trier unter der Leitung des Kunsthistorikers Prof. Dr. Andreas Haus. Sieben Studierende untersuchten gemeinsam die Selbstdarstellung und Rezeption des Bauhauses von 1919 bis 1991. Das Projekt war dabei ausdrücklich mehr als eine bibliografische Bestandsaufnahme: Ausgangspunkt war die Frage, wie sich das Bild des Bauhauses über die Jahrzehnte verändert und welche historischen, politischen, gesellschaftlichen und medialen...Das Forschungsprojekt „bauhaus medial“ entstand 1989 an der Universität Trier unter der Leitung des Kunsthistorikers Prof. Dr. Andreas Haus. Sieben Studierende untersuchten gemeinsam die Selbstdarstellung und Rezeption des Bauhauses von 1919 bis 1991. Das Projekt war dabei ausdrücklich mehr als eine bibliografische Bestandsaufnahme: Ausgangspunkt war die Frage, wie sich das Bild des Bauhauses über die Jahrzehnte verändert und welche historischen, politischen, gesellschaftlichen und medialen Bedingungen diese Rezeption geprägt haben.
Ein zentrales Ergebnis war eine kommentierte Auswahl-Bibliografie, in der nahezu 4.000 Veröffentlichungen und Medienbeiträge zum Bauhaus erfasst und aufgearbeitet wurden. Berücksichtigt wurden unter anderem Bücher, Ausstellungskataloge, Fach- und Populärzeitschriften, Zeitungsartikel, Dissertationen, Diplomarbeiten, Rezensionen sowie Radio- und Filmbeiträge. Die Recherche diente jedoch nicht nur der Dokumentation: Das gesammelte Material wurde inhaltlich ausgewertet und kommentiert.
Einen ebenso wichtigen Bestandteil des Projekts bildeten daher die wissenschaftlichen Aufsätze der Projektmitglieder. Jede Teilnehmerin setzte sich mit einem oder mehreren bestimmten Zeiträumen oder politischen Systemen der Bauhausrezeption auseinander und untersuchte auf Grundlage der bibliografischen Recherche charakteristische Entwicklungen, Schwerpunkte und Desiderate.
Das Projekt verband somit systematische Quellen- und Literaturrecherche mit einer eigenständigen Rezeptionsgeschichte. Es ging nicht primär darum, die Geschichte des Bauhauses selbst neu zu schreiben, sondern darum, zu untersuchen, wie unterschiedliche Generationen und politische Systeme das Bauhaus wahrgenommen, interpretiert und zum Teil auch mythologisiert haben. Ergebnisse der bibliografischen und inhaltlichen Arbeit wurden in „bauhaus-ideen 1919–1994. Bibliografie und Beiträge zur Rezeption des Bauhausgedankens“ 1994 publiziert.» weiterlesen» einklappen