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Physikalische und biologische Charakterisierung nuklearer Neutronen-Photonen Mischfelder (PhyBioN)

Laufzeit: 01.01.2023 - 31.12.2026

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Kurzfassung


Das Auftreten biologisch hochwirksamer Neutronen (n) und Neutronen-Photonen (n/γ)-Mischfelder steigert die Gesundheitsrisiken in nuklearen und strahlentherapeutischen Umgebungen, in der bemannten Luft- und Raumfahrt sowie bei Strahlenunfällen und ist somit hochrelevant für den Strahlenschutz. Die physikalische und biologische Dosimetrie sowie die Kenntnisse über die strahlenbiologischen Konsequenzen und damit assoziierte Gesundheitsrisiken dieser komplexen Expositionsszenarien sind derzeit...Das Auftreten biologisch hochwirksamer Neutronen (n) und Neutronen-Photonen (n/γ)-Mischfelder steigert die Gesundheitsrisiken in nuklearen und strahlentherapeutischen Umgebungen, in der bemannten Luft- und Raumfahrt sowie bei Strahlenunfällen und ist somit hochrelevant für den Strahlenschutz. Die physikalische und biologische Dosimetrie sowie die Kenntnisse über die strahlenbiologischen Konsequenzen und damit assoziierte Gesundheitsrisiken dieser komplexen Expositionsszenarien sind derzeit immer noch mit großen Unsicherheiten und Wissenslücken behaftet. Unser interdisziplinäres Verbundprojekt PhyBioN soll wesentlich zur Klärung offener Fragen in der Strahlenforschung mit Neutronen durch die engmaschige Verknüpfung und Harmonisierung der physikalischen Strahlenmesstechnik und strahlenbiologischen Untersuchungen von nuklearen n/g-Mischfeldern am TRIGA-Forschungsreaktor in Mainz beitragen. Die umfassende Betrachtung und Charakterisierung dieser realistischen Expositionsszenarien durch die interdisziplinäre Verknüpfung verschiedener Fachdisziplinen der Strahlenforschung erlaubt einen grundlegenden Informationsgewinn, der letztlich zur Minimierung bestehender Unsicherheiten und der damit verknüpften Strahlenrisiken führt, insbesondere in der nuklearen Sicherheitsforschung. Die generierten Daten sollen in internationale Strahlenschutzkonzepte sowie Netzwerke der physikalischen und biologischen Dosimetrie (EURADOS, RENEB, ARIEL) einfließen. Für das Vorhaben ist eine Laufzeit von 3 Jahren geplant.
Das Gesamtziel des PhyBioN-Forschungsverbundes ist die präzise Dosimetrie sowie die Untersuchung und Abschätzung biologischer Konsequenzen einer Strahlenexposition mit Neutronenanteilen. Das Vorhaben wird durch die technische Optimierung und Neuentwicklung dosimetrischer Messverfahren für eine hochpräzise Vermessung nuklearer n/g-Mischfelder am TRIGA-Forschungsreaktor in Mainz durch die TU Dortmund in enger Zusammenarbeit mit dem Materialprüfungsamt NRW realisiert. Begleitend werden strahlenbiologische Studien zur Komplexität von DNA-Schäden sowie zellulären Reaktionen auf der genomweiten Transkriptomebene im radioonkologischen Forschungslabor der Universitätsmedizin in Mainz durchgeführt. Für diese Untersuchungen ist die exakte strahlenmesstechnische Charakterisierung der komplexen Expositionsszenarien mit n/g-Mischfeldern essenziell. Die Optimierung der Strahlenmesstechnik bei gleichzeitiger Erweiterung des strahlenbiologischen Grundlagenwissens nach Neutronenexpositionen wird zukünftig eine bessere Abschätzung der zu erwartenden Strahleneffekte und genauere Festsetzung von Dosisgrenzwerten im Strahlenschutz ermöglichen und liefert zudem wichtige Referenzdaten für die biologische Dosimetrie nach nuklearen Strahlenunfällen.
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