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Neue Wirkstoffe zur Behandlung akuter Organophosphatvergiftungen - Synthese und in vitro Wirksamkeitsstudien

Laufzeit: 01.02.2013 - 31.01.2016

Partner: Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr, München

Förderkennzeichen: E/UR2W/CF511/9A803

Förderung durch: BMVg

Kurzfassung


In diesem Entwicklungsvorhaben werden neue Wirkstoffe zur Behandlung akuter Vergiftun-gen mit neurotoxischen Organophosphaten (OP) entwickelt. Bei der Konzeption dieser Wirkstoffe werden Aspekte der molekularen Erkennung mit typischen, für den gezielten OP Abbau verwende-ten Strategien kombiniert. Konkret enthalten die Wirkstoffe zwei Bauelemente: eine Bindungsstelle für das OP und eine nucleophile Gruppe, die bei der Bildung eines Komplexes aus Wirkstoff und OP in die Nähe des OP...In diesem Entwicklungsvorhaben werden neue Wirkstoffe zur Behandlung akuter Vergiftun-gen mit neurotoxischen Organophos¬phaten (OP) entwickelt. Bei der Konzeption dieser Wirkstoffe werden Aspekte der molekularen Erkennung mit typischen, für den gezielten OP Abbau verwende-ten Strategien kombiniert. Konkret enthalten die Wirkstoffe zwei Bauelemente: eine Bindungsstelle für das OP und eine nucleophile Gruppe, die bei der Bildung eines Komplexes aus Wirkstoff und OP in die Nähe des OP Phosphoratoms gelangt und dadurch den ersten Schritt der Phosphat-ester¬spaltung induziert. In einem vorangegangenen Projekt wurden als OP Bindungsstellen in den untersuchten Wirkstoffkandidaten ausschließlich Cyclodextrinuntereinheiten berücksichtigt, von denen erwartet wurde, dass sie das OP Molekül im Inneren ihres Hohlraums aufnehmen. In die-sem Entwicklungsvorhaben soll nun (a) das strukturelle Spektrum der potentiellen Scavenger er-weitert werden, indem auch Wirkstoffe untersucht werden, die als OP Bindungsstellen andere Strukturelemente als Cyclodextrinringe enthalten, (b) versucht werden, die Aktivität der bereits identifizierten Leitstrukturen zu verbessern, z.B. indem gezielt Strategien entwickelt werden, die Komplexierung der Organophosphate im Inneren des Cyclodextrinrings zu verstärken und (c) die NMR Spektroskopie in das Methodenspektrum, das zur Untersuchungen des OP Abbaus verwen-det wird, einbezogen werden. Auf diese Weise sollen neue Verbindungen identifiziert bzw. die Ak-tivität bekannter optimiert werden, wobei das Hauptaugenmerk auf Verbindungen liegt, die als Scavenger für die besonders persistenten V-Stoffe dienen können. Daneben wird die Wirkung der hergestellten Verbindungen auf den Abbau anderer Organophosphate, z.B. Cyclosarin GF, Tabun GA und - als Modellverbindung für ein Pestizid - Paraoxon-Ethyl PXE, charakterisiert. Fernziel ist die Entwicklung von Verbindungen, die alleine oder in Kombination als Antidote im humanen Be-reich zur Behandlung von akuten Vergiftungen eingesetzt werden können und im Ernstfall schnelle und effiziente lebensrettende Maßnahmen für betroffene Personen ermöglichen.» weiterlesen» einklappen

Projektteam


Beteiligte Einrichtungen