Graduiertenkolleg "Westeuropa in vergleichender historischer Perspektive"
Kurzportrait
Das 1991 eingerichtete Trierer Graduiertenkolleg, das seit 1994 unter dem Titel "Westeuropa in
vergleichender historischer Perspektive" weitergeführt wird, dient der Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses in Verbindung mit einer Intensivierung der historischen Forschung über den
westeuropäischen Raum. Die Geschichte Westeuropas wird als differenzierter, häufig konfliktreicher,
insgesamt aber doch einheitlicher Geschehenszusammenhang begriffen, der zahlreiche Gemeinsamkeiten
aufweist, da er geprägt wurde durch antike Tradition, lateinisches Mittelalter und die sich in der
Neuzeit fortsetzenden, grenzübergreifenden Beziehungen politischer, wirtschaftlicher, sozialer und
kultureller Art zwischen den entstehenden Territorien und Staaten.
Das Programm berücksichtigt alle Epochen von der Antike, deren Geschichte in Trier nicht zuletzt im
westeuropäischen Zusammenhang untersucht wird, bis in die neueste Zeit und fördert Forschungen unter
komparatistischen, raumbezogenen und grenzüberschreitenden Fragestellungen. Es ist in Teilen angelehnt an
den bestehenden Trierer DFG-Sonderforschungsbereich 235 "Zwischen Maas und Rhein: Beziehungen,
Begegnungen und Konflikte in einem europäischen Kernraum von der Spätantike bis zum 19.
Jahrhundert", setzt jedoch darüber hinaus Schwerpunkte bei Arbeiten zur Geschichte Italiens,
Frankreichs, Spaniens, Britanniens und der heutigen Benelux-Staaten unter den oben genannten Aspekten.

