Das Werk Kraiburg der Deutschen Sprengchemie GmbH 1938-1945
Waldkraiburg schaut zurück : Geschichte einer jungen Stadt. 2., völlig überarb. Aufl. Aufl. Waldkraiburg: Stadt Waldkraiburg 2009 S. 91 - 115
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN/ISSN: 978-3-00-026609-6
Publikationstyp: Buchbeitrag
Sprache: Deutsch
| Geprüft: | Bibliothek |
Inhaltszusammenfassung
Der Aufsatz gibt einen Überblick über die Treibladungspulver-Fabrik "Werk Kraiburg" der Deutschen Sprengchemie (DSC), einer Tochter der Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff AG (WASAG). Der Ausbau dieses Werkes erfolgte im Rahmen der MONTAN-Verträge des Oberkommandos des Heeres (OKH), bei denen die MONTAN als Tarnorganisation, im Auftrag und auf Rechnung des OKH, zusammen mit einer bestehenden Rüstungsfirma ("Firma" war hier die WASAG) ein Werk baute und einrichtete. Für den Betrieb wurde eine...Der Aufsatz gibt einen Überblick über die Treibladungspulver-Fabrik "Werk Kraiburg" der Deutschen Sprengchemie (DSC), einer Tochter der Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff AG (WASAG). Der Ausbau dieses Werkes erfolgte im Rahmen der MONTAN-Verträge des Oberkommandos des Heeres (OKH), bei denen die MONTAN als Tarnorganisation, im Auftrag und auf Rechnung des OKH, zusammen mit einer bestehenden Rüstungsfirma ("Firma" war hier die WASAG) ein Werk baute und einrichtete. Für den Betrieb wurde eine Tochterfirma gegründet (hier die DSC), die mit Unterstützung der "Firma" Aufträge des OKH ausführte. Nach Abzug aller Kosten wurde der Gewinn zwischen der "Firma" und der MONTAN geteilt. Am Ende des Krieges wurden der MONTAN vom Rüstungsministerium alle Werke überschrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf der Werksfläche Flüchtlinge und Vertriebene angesiedelt. Es entstand eine der "Neuen Städte" wie z.B. Traunreut,Geretsried, Stadtallendorf und Espelkamp. In den 1980er und 1990er Jahren zeigten sich in manchen dieser Städte Umweltkontaminationen, die auf die frühere Rüstungsproduktion zurückzuführen waren. Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe eines der Autoren (J.P.) war nach und nach damit befasst für diese und viele weitere ehemalige Rüstungswerke und Militärstandorte umfangreiche und bis heute weit überwiegend nicht veröffentlichte historisch-genetische Studien zu erstellen und damit die örtlichen Untersuchungen vorzubereiten oder zu unterstützen. An manchen Standorten wurden zusätzlich auch Arbeiten im Gelände durchgeführt oder örtliche UNtersuchungen direkt wissenschaftlich begleitet. Auftraggeber waren im Verlauf von mehr als 25 Jahren: Gemeinden, Landkreise, Regierungspräsidien, Landes- und Bundesministerien wie auch Privatpersonen und Firmen. Die Quellen für diese Studien fanden sich in den deutschen Archiven aber auch in Washington, London, Paris und Moskau. Im Falle dieses Aufsatzes lagen aber die alten Bauunterlagen in einer Kellerecke des Rathauses. Unterstützt wurden die Recherchen auch durch die ehemaligen Rüstungsfirmen, soweit diese noch bestanden.» weiterlesen» einklappen
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DDC Sachgruppe:
Geowissenschaften