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Wo ist Afrika? : Paratopische Ästhetik in der zeitgenössischen Romanliteratur des frankophonen Schwarzafrika

1. Aufl. Aufl. Frankfurt/Main: IKO 2008 288 S.

Erscheinungsjahr: 2008

ISBN/ISSN: 978-3-88939-904-5

Publikationstyp: Buch (Dissertation)

Sprache: Deutsch

GeprüftBibliothek

Inhaltszusammenfassung


In wirkungsmächtigen Teilen der Literatur des frankophonen subsaharischen Afrika lässt sich seit den 1990er Jahren ein Paradigmenwechsel in der Romanästhetik feststellen: Autoren wie Kossi Efoui, Kangni Alem, Sami Tchak und Alain Mabanckou, die nach den Unabhängigkeiten geboren sind, aber auch ?Klassiker? der frankophon afrikanischen Literatur wie Ahmadou Kourouma oder Tchichellé Tchivéla verwischen in ihren Texten immer mehr identitäre Spuren, die formalästhetisch auf Afrika hinweisen. Die...In wirkungsmächtigen Teilen der Literatur des frankophonen subsaharischen Afrika lässt sich seit den 1990er Jahren ein Paradigmenwechsel in der Romanästhetik feststellen: Autoren wie Kossi Efoui, Kangni Alem, Sami Tchak und Alain Mabanckou, die nach den Unabhängigkeiten geboren sind, aber auch ?Klassiker? der frankophon afrikanischen Literatur wie Ahmadou Kourouma oder Tchichellé Tchivéla verwischen in ihren Texten immer mehr identitäre Spuren, die formalästhetisch auf Afrika hinweisen. Die vorliegende Analyse arbeitet neuartige ästhetische Formen aus zeitgenössischen Texten aus, und zeigt, dass das postkoloniale Engagement, das Forcieren afrikanischer Bezüge und die Suche nach einer eigenen, von Frankreich unabhängigen afrikanischen Literatur, in wichtigen Teilen der frankophonen afrikanischen Literaturen vorüber sind. Zum einen tritt an die Stelle einer Auseinandersetzung mit der Literatur des ehemaligen Kolonisators eine spielerische postmoderne Ästhetik, die nicht mehr von einem bipolaren Referenzrahmen geprägt ist, sondern sich in einem mutipolaren, global geprägten Koordinatensystem bewegt. Zum anderen werden die kämpferischen Literaturen von ?ruhigeren? Texten abgelöst, die an die Erwartungshorizonte eines französischen Publikums adaptiert sind. Gemeinsam ist beiden ästhetischen Strömungen, dass der Binarismus zwischen den ehemaligen Kolonien und Frankreich überwunden. Die neue Form der Texte lässt sich als paratopische Ästhetik bezeichnen. » weiterlesen» einklappen

Klassifikation


DFG Fachgebiet:
ohne Zuordnung

DDC Sachgruppe:
Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft

Verknüpfte Personen


Thorsten Schüller