Die Rolle des Frankfurter Instituts für Sexualwissenschaft (1973-2006) bei der Konstruktion von Transgeschlechtlichkeit in Deutschland
Laufzeit: 01.05.2024 - 31.03.2026
Förderung durch: Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Forschungsschwerpunkt "Dimensionen der Kategorie Geschlecht - Frauen- und Geschlechterforschung in Hessen"
Projektmittel (€): 61.045
Kurzfassung
Gegenstand des Projekts ist die Rolle des Frankfurter Instituts für Sexualwissenschaft (1973–2006) in der Formierung von Trans(sexualität) in Deutschland. Als zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Transitionswunsch und als einflussreicher Akteur in fachlichen wie öffentlichen Debatten prägte das Institut maßgeblich, wie Transgeschlechtlichkeit in Deutschland verstanden und behandelt wurde. In einer diskurshistorischen Analyse wird nachgezeichnet, wie sich Vorstellungen von Geschlecht,...Gegenstand des Projekts ist die Rolle des Frankfurter Instituts für Sexualwissenschaft (1973–2006) in der Formierung von Trans(sexualität) in Deutschland. Als zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Transitionswunsch und als einflussreicher Akteur in fachlichen wie öffentlichen Debatten prägte das Institut maßgeblich, wie Transgeschlechtlichkeit in Deutschland verstanden und behandelt wurde. In einer diskurshistorischen Analyse wird nachgezeichnet, wie sich Vorstellungen von Geschlecht, Körper, Gesundheit und Identität am Institut formierten und veränderten, und wie diese Behandlungsmodelle, Begutachtungspraktiken, klinische Leitlinien sowie Gesetzgebung informierten. Das Projekt nimmt das Institut als Ausgangspunkt, um größere Verschiebungen in der medizinisch-rechtlichen Regulierung von Geschlecht in Deutschland nachzuvollziehen. Damit leistet es einen Beitrag zur historischen Einordnung aktueller Debatten um geschlechtliche Selbstbestimmung und Trans-Gesundheitsversorgung. » weiterlesen» einklappen